Planung der eigenen Mini-Reportage

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đź“‹ Planungsbogen

Leitfrage: Was passiert, wenn im Klassenchat Grenzen überschritten werden – und wie reagieren die Menschen?

Merksatz Reportage: Eine Reportage erzählt über ein Thema so, dass man es sich gut vorstellen kann („Kino im Kopf“). Sie basiert auf echten Fakten und wird meistens in der Gegenwart (Präsens) geschrieben.


1) Aufbau: Einleitung – Hauptteil – Schluss

Einleitung (Aufmerksamkeit wecken + Thema vorstellen)

  • Einstiegsszene (Präsens): Was passiert am Anfang im Chat? Was sieht oder fĂĽhlt man?
  • Worum geht es? Welche Grenze wird ĂĽberschritten? (z. B. Beleidigung, BloĂźstellen, peinliches Foto, Ausschluss, GerĂĽcht)
  • Leitfrage einbauen: Wie reagieren die Betroffenen, Zuschauer, Mitmacher oder Erwachsene?

Meine Einleitung in Stichpunkten:

  • Wo und wann? (z. B. abends im Bett, in der Pause):
  • Was passiert genau? (1 Satz):
  • Warum ist das wichtig? (1 Satz):

Hauptteil (Szenen + Fakten + Meinungen)

  • Szene 1 (Präsens): Der Moment, in dem es schlimm wird.
  • Reaktionen im Chat: Wer reagiert wie? (Mitmachen, schweigen, stoppen, melden, trösten)
  • Kurze Infos mit Fakten: Was ist eine GrenzĂĽberschreitung? Was kann passieren?
  • Meinungen als Zitate: z. B. von Betroffenen, Mitlesenden, Klassensprecher, Lehrer, Schulsozialarbeiter
  • Szene 2 (Wendepunkt): Was ändert sich? (z. B. jemand greift ein, Chat wird still, Screenshot, Gespräch in der Schule)

Mein Hauptteil in Stichpunkten:

  • Szene 1:
  • Reaktionen (mindestens 3 verschiedene):
  • Fakten (2 ĂĽberprĂĽfbare Fakten + Quellen):
  • Zitat(e):
  • Szene 2 / Wendepunkt:

Schluss (Bedeutung + Ausblick)

  • Was bleibt? Kurzer, starker Abschluss (Gedanke, Bild, Geräusch, letzter Chatton)
  • Was lernen wir? (z. B. Grenzen respektieren, Verantwortung ĂĽbernehmen, Hilfe holen)
  • Ausblick: Was kann in der Klasse oder Schule besser werden?

Mein Schluss in Stichpunkten:

  • Letztes Bild / Satz:
  • Lern-Satz:
  • Ausblick / Idee:

2) Ideenspeicher: Szene im Präsens mit sinnlichen Details („Kino im Kopf“)

Wähle eine Szene und schreibe sie so, dass man sie sehen, hören oder fühlen kann:

Szenen-Ideen

  • Abends im Bett: Handy leuchtet, Zimmer dunkel, plopp–Nachrichten.
  • Auf dem Schulweg: Handy vibriert in der Jacke, Busgeräusche, Blicke.
  • In der Pause: Kleine Gruppe, FlĂĽstern, jemand tippt schnell, andere lachen.
  • Im Unterricht: Handy unter dem Tisch, Herzklopfen, Lehrer spricht.
  • Zu Hause: Eltern rufen aus der KĂĽche, du starrst aufs Handy, Hände kalt.

„Kino im Kopf“ – Checkliste (Präsens!)

  • [ ] Was sehe ich? (z. B. Licht, Emojis, Namen, Uhrzeit)
  • [ ] Was höre ich? (z. B. Benachrichtigung, Lachen, Stille)
  • [ ] Was spĂĽre ich? (z. B. Herzklopfen, Bauchzwicken, schwitzige Hände)
  • [ ] Was rieche oder schmecke ich? (z. B. Mensa-Geruch, Zahnpasta, Regen)
  • [ ] Was passiert in den nächsten 10 Sekunden? (3–5 kurze Aktionen)

Beispiel

Das Handy leuchtet auf. Plopp. Noch eine Nachricht. Der Chat bewegt sich schnell nach oben. Ich lese den Satz zweimal. Mein Bauch fühlt sich schwer an. Neben mir tippt jemand: „Haha, stimmt!“ und plötzlich fühlt sich das Zimmer eng an.

Meine Szene (Stichpunkte):

  • Ort/Situation:
  • Auslöser-Nachricht (ohne Namen):
  • 3 Sinnesdetails (sehen/hören/spĂĽren):
  • 3 Handlungen nacheinander:

3) ĂśberprĂĽfbare Fakten (mindestens 2) + Quellenidee (wo prĂĽfen?)

Eine Reportage braucht echte Fakten, die man prĂĽfen kann.

Fakt 1 (prĂĽfbar)

  • Mein Fakt (kurz):
    (z. B. „Cybermobbing kann lange dauern und auch Folgen in der Schule haben.“)
  • Woran erkenne ich, dass er stimmt? (z. B. Zahl, Regel, klare Aussage)
  • Wo kann ich das prĂĽfen?
    • Schulordnung oder Medienregeln
    • Gespräch mit Schulsozialarbeiter oder Lehrer
    • Info-Seiten von Polizei oder Jugendorganisationen

Fakt 2 (prĂĽfbar)

  • Mein Fakt (kurz):
  • Woran erkenne ich, dass er stimmt?
  • Wo kann ich das prĂĽfen?

4) Zitat (Meinung) + Hinweis: Anonym & respektvoll

Zitat – Perspektive zeigen

Wähle mindestens eine Person aus, die etwas sagt. Gute Zitate zeigen Gefühle und Gedanken.

Mögliche Personen:

  • Betroffene Person
  • Mitleser*in (schreibt nichts)
  • Person, die zuerst mitmacht und dann stoppt
  • Klassensprecher*in
  • Lehrer / Schulsozialarbeiter / Eltern

Mein Zitat:

„…“

Wer sagt das? (anonym):

  • z. B. „SchĂĽlerin aus der 7. Klasse“, „ein MitschĂĽler“, „eine Lehrkraft“

Wichtig: Anonym & respektvoll

  • Keine echten Namen oder Details, die jemanden erkennen lassen.
  • Nutze neutrale Namen: „Person A“, „ein MitschĂĽler“, „eine SchĂĽlerin“.
  • Schreibe keine Beleidigungen auf, sondern milde Beschreibungen.
  • Es geht um das Thema, nicht darum, jemanden bloĂźzustellen.

âś… Mini-Checkliste am Ende

  • [ ] Schreibe ich meistens im Präsens?
  • [ ] Habe ich mindestens 2 Fakten mit Quelle?
  • [ ] Habe ich mindestens 1 Zitat und ist alles anonym?
  • [ ] Gibt es mindestens eine Szene mit sinnlichen Details („Kino im Kopf“)?